Sonntag, 9. Februar 2014

Das Land der verlorenen Träume

1
Als an einem wunderschönen Morgen, die Sonne mit ihren hellen, warmen Strahlen über den Horizont schaute, saßen Olanda die kleine Fee und Babu das Wichtelmännchen auf dem Ast einer alten Eiche und schauten ihr zu.
Sie waren nicht sehr glücklich. Denn es ist schon lange her, dass sie sich nachts heimlich in die Schlafzimmer und in die Träume der Kinder und Erwachsenen geschlichen haben.
„Wie trostlos ist doch die Welt geworden“, jammerte Olanda.
„Oh wie sehr du doch recht hast. Kannst du dich noch erinnern, wie wir mit den Kindern im Traum gespielt haben, ihnen die geheimsten Wünsche erfüllt haben?“ sagte Babu, „ach ja, wie lange ist das schon her, “ und er lies einen langen Seufzer von sich.
Babu wurde ärgerlich: „sie träumen kaum noch. Wer soll es ihnen auch zeigen.
Die Erwachsenen glauben ja auch nicht mehr an uns. Die haben nur noch Arbeit, Geld, Hass und Stress im Kopf.“
„Wie recht du doch hast,“ Olanda rollte eine kleine Träne über die Wange, „viele Freunde von uns mussten deshalb sterben, weil keiner mehr an sie glaubte und bald müssen auch wir sterben,“ immer mehr kleine Tränen flossen über Olanda´s zarte Wangen.
„Nein, “ schrie Babu, „ nein, nein und noch mal nein, ich will nicht sterben und ich will auch nicht dass du stirbst. Wir müssen etwas unternehmen.“
„Aber was“, schluchzte Olanda, „wir sind doch ganz alleine, was können wir schon ausrichten.“

Babu sprang vom Ast und lief im Gedanken versunken um die alte Eiche.
Es dauerte lange bis er einmal um die alte Eiche war. Ein Wichtelmännchen ist sehr, sehr klein und hat sehr, sehr kleine Füße.
Olanda sah ihm vom Ast aus zu. Babu lief und lief und dachte und dachte. Olanda wusste wenn Babu so angestrengt nachdachte durfte man ihn nicht stören.
„Ich hab`s“, schrie Babu.
„Was hast du?“ fragte Olanda.
„Ich weiß wie wir vielleicht die Träume und unser Leben retten können.“
„Wie, Babu, wie?“ fragte Olanda ganz aufgeregt.
„Kannst du dich noch an Nalina, die weise Schildkröte erinnern?“
„Ja“, erstaunt schaute Olanda Babu an.
„Immer wen wir Rat suchten, dann gingen wir zu ihr. Sie erzählte uns mal von einem Land der verlorenen Träume, weist du noch?“
Olanda nickte.
„Wir müssen dieses Land finden, wir müssen die Träume zurück bringen.“
„Du meinst wir sollten die Träume den Erwachsenen zurück bringen, das auch die Kinder wieder Träumen können?“ fragte Olanda.
„Ja genau“, rief Babu.
„Aber wie sollen wir dieses Land finden, wir sind doch so klein und wenn wir auf dem Weg niemanden finden der noch träumt, werden wir es nicht bis dorthin schaffen“, Olanda schaute Babu beängstigt an.
„Ich weiß, es wird nicht einfach sein, aber wir müssen es versuchen oder willst du lieber hier sitzen und warten bis wir langsam erloschen sind?“ fragte Babu.
„Nein, du hast recht Babu, was würde ich nur ohne dich tun.“
Olanda nahm Babu fest in ihre kleinen zierlichen Arme und drückte ihn ganz fest.

„Lass uns nun gehen, die Zeit drängt,“ verschämt und mit leicht geröteten Wangen löste sich Babu aus der Umarmung und sah der Sonne entgegen, die sich schon wieder dem Horizont näherte um sich dahinter zu verstecken, um dem Mond Platz zu machen der die Nacht beherrschte.



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